Negativzins - was tun?

June 23, 2021

Trend Negativzins 

Immer mehr Banken fordern Negativzinsen nicht nur von neu eröffneten Konten, sondern auch von  Bestandskunden. Etwa jeder sechste Bankkunde zahlt bereits Negativzinsen oder es wurde zumindest  von Seiten der Bank angekündigt, dass dies in naher Zukunft der Fall sein wird. Außerdem suchen  laut Google immer mehr Deutsche nach dem Begriff Verwahrentgeld. Doch was steckt hinter dem  Massen-Phänomen und wie können diese zusätzlichen Kosten vermieden werden? 

Ursache und Hintergründe  

Die Geldpolitik der 19 Länder im Euroraum wird von der Europäischen Zentralbank festgelegt. Da  der EZB-Leitzins seit Juni 2014 im Minusbereich liegt, müssen die Banken Negativzinsen zahlen,  wenn sie Geld bei der EZB angelegt haben. Konkret heißt das, dass Banken aktuell einen Negativzins  von -0.5% zahlen müssen, wenn sie Geld bei der Notenbank lagern. Mittlerweile können viele  Kreditinstitute diese zusätzlichen Kosten betriebswirtschaftlich nicht mehr im vollen Umfang tragen  und geben diese somit an Privatanleger weiter.  

Die sogenannten Verwahrentgelte werden in den Preisaushängen vermerkt und betragen derzeit bis zu  –0.6%. Hier gilt zu beachten, dass die Negativzinsen in der Regel nur auf den Teil des  Kontoguthabens erhoben werden, der über den Freibetrag hinausgeht. Der jeweilige Freibetrag wird  von der Bank festgelegt. 

Durch die Vergabe von Strafzinsen erhofft sich die Europäische Zentralbank die Wirtschaft  anzukurbeln, indem Geldinstitute dazu gebracht werden mehr Kredite an Unternehmen zu vergeben.  Damit sich dieser Ansatz rentiert, muss er aber zunächst den Weg in die Realwirtschaft schaffen.  Ansonsten könnten die Negativzinsen eine zusätzliche Belastung für Banken darstellen.  

Freibeträge werden reduziert 

Mehr als 400 Sparkassen und Banken in Deutschland erheben mittlerweile Negativzinsen.  Beispielsweise plant die Commerzbank die Freibetragsgrenze am 01. August von 100.000 Euro auf  50.000 Euro zu reduzieren. Dies betrifft, in diesem Fall, Neukunden und diese, die nach dem 01. Juli  2020 zu der Bank gekommen sind.  

Dies ist kein Einzelfall. Lauf FAZ haben innerhalb weniger Wochen 15 Banken ihren Freibetrag auf  50.000 Euro oder weniger gesenkt. In den meisten Fällen werden die Kunden aufgefordert eine  entsprechende Vereinbarung zu unterschreiben. Falls sie dies nicht tun, ist es den Geldinstituten  erlaubt bestehende Kontoverträge zu kündigen.  

In der Anfangsphase hatte eine Klage gegen die Negativzins-Regelungen noch eher hohe  Erfolgschancen. Mittlerweile aber haben die Banken ihre Strategie überarbeitet und bieten weniger  rechtliche Angriffsfläche. Durch die Reduzierung der Freibeträge bei großen Banken wie der  Commerzbank, steigt die Zahl der betroffenen Kunden immer weiter an.  

Was können Kunden tun?  

Oft bieten die Banken ihren Kunden Beratungsgespräche an, um sie über den Negativzins zu  informieren und den Umgang zu erläutern. In vielen Fällen werden Kunden dann die bankeneigenen  Hausprodukte angeboten, die nicht zwangsweise die finanziell beste Lösung darstellen. Generell wird  Kunden empfohlen das direkte Gespräch mit der Bank zu suchen, um das Finden einer individuellen  Lösung zu erleichtern. Außerdem stellt das Verteilen des Geldes auf mehrere Girokonten bei  verschiedenen Geldinstituten oder ein Wechsel der Bank eine Lösung dar. Wobei hier zu beachten  gilt, dass womöglich zukünftig auch hier Strafzinsen erhoben werden können. Eine weitere  Alternative ist das Anlegen in Aktien und Anleihen. Hier spielt jedoch immer ein gewisses Risiko mit. 

Weniger risikobereiten Kunden, die ihr Geld weder anlegen noch verteilen wollen empfiehlt sich das  Anmieten eines Tresorschließfaches. Da das klassische Bankschließfach mit dem Banksterben  sukzessive der Vergangenheit angehört, baut die Trisor GmbH hochmoderne Wertschließfächer, die  komplett digital verwaltet werden. Die Schließfachanlagen des Sicherheitsunternehmens sind  jederzeit ohne Voranmeldung zugänglich, bieten durch 15 cm dicke Stahlbetonwände die höchste  Sicherheitsstufe und werden per Robotik in einem Ausgabefach innerhalb einer gesicherten  Kundenkabine zur Verfügung gestellt.  

Der Prozess von der Registrierung bis zur Eröffnung des persönlichen Schließfachs ist schnell und  unkompliziert. Bereits nach der Online-Registrierung und eines Identitätsnachweises vor Ort, kann  das Schließfach unabhängig genutzt werden. Der Inhalt jedes Schließfaches ist durch den Vermieter  in Höhe von 5.000,00 EUR gegen Feuer, Einbruchdiebstahl, Vandalismus und bei Einbruchdiebstahl  und Raub innerhalb der Geschäftsräume versichert. Es besteht außerdem die Möglichkeit mit der  Anmietung des Schließfaches eine Zusatzversicherung in Höhe von 500.000 Euro abzuschließen. Auf  Anfrage kann auch auf individueller Basis eine entsprechend höhere Versicherungssumme vereinbart  werden. 


Autor
Judith Erhahon
Lernen Sie die Schließfächer der Trisor GmbH kennen